Der Weinberg

Urkundlich erwähnt wurde der Weinbau in Dossenheim erstmals 766, als der Mönch Segwin einen Weinberg an das Kloster Lorsch verkaufte.

Meine Reben stehen am Dossenheimer Ölberg. Westhang mit einer Steigung bis zu 45%. Schwerer Löss vermengt mit Porphyr-Verwitterungen. Dort habe ich Spätburgunder, Cabernet Sauvignon und Merlot und an weißen Sorten sind es Chardonnay, Riesling, Johanniter und Muscaris.

Im Weinberg arbeite ich umweltverträglich. Ich verzichte auf Herbizide, Insektizide und Kunstdünger und fördere Artenvielfalt und einen gesunden, vitalen Boden. In Teilen meiner Weinberge wird schon seit 1974 so gewirtschaftet. Unterstützt werde ich dabei vom Beratungsdienst Ökologischer Weinbau e.V. am Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg. Hier gibt es Fortbildungen, Begehungsrunden und individuelle Beratung.  Mein Grundverständnis meiner Arbeit als Winzer habe ich im Link ökologische Weinbau beschrieben.

An meiner Steillage ist alles Handarbeit; auch die Bodenbearbeitung und der Pflanzenschutz. Im Weinberg gibt es Obstbäume, Sträucher, Kräuter und Lavendel. Innovative Wege möchte ich gehen – Biodiversität im Weinbau fördern und zeigen, dass dies auch wirtschaftlich sinnvoll ist.

Wichtig ist mir auch die Zusammenarbeit mit regionalen Winzern. Georg Bielig hat mir meinen ersten Weinberg vermittelt, und er wird nicht müde, mir mit Rat und Tat unter die Arme zu greifen. Seit 2016 gibt es einen losen Zusammenschluss der Dossenheimer Winzer. Einmal im Jahr veranstalten wir eine gemeinsame Weinprobe. Und ich habe einen gemeinsamen Weinberg mit befreundeten Winzern.

Ein Jahr im Weinberg

Die Entwicklung der Reben vom Austrieb bis zur Winterruhe haben Gisbert Schleier und ich von April 2015 bis März 2016 mit Fotos dokumentiert. Besondere Vorkommnisse und die notwendigen Arbeiten im Weinberg sind ebenfalls beschrieben.