Ostern 2020 im Zeichen von Corona

Die Bundesregierung hat am 23. März die Land- und Ernährungswirtschaft als systemrelevante Infrastruktur anerkannt. Dahinter steckt hoffentlich auch die Erkenntnis, dass regional erzeugte Lebensmittel ökologisch und ökonomisch sinnvoll sind. Lange Lieferketten und Transportwege gefährden in Krisenzeiten unsere tägliche Versorgung und belasten zu normalen Zeiten unsere Umwelt. 

Der Weinbau ist Teil der systemrelevanten Landwirtschaft – den Winzern im Lande geht es zurzeit jedoch nicht gut. Der Absatz stockt, Veranstaltungen sind abgesagt, die Gastronomie ist geschlossen und es gibt auch wenig Grund zum Feiern. 

Als Landwirt und Winzer bekommt man den Klimawandel unmittelbar mit. Trockenzeiten und Starkregenereignisse sind nur ein Teil dieser Veränderungen. Die diesjährigen Winterniederschläge nach den trockenen Sommern waren bei uns an der Badischen Bergstraße wichtig. Im Vergleich zu den anderen Weinbaugebieten in Baden-Württemberg liegen wir im oberen Drittel. Deutlich besser ist die Wasserversorgung der Reben am Bodensee, viel schlechter z.B. im Breisgau und am Kaiserstuhl. Jetzt kommt es besonders auf die Niederschläge im Sommer an.

In der Landwirtschaft sind wir Witterung, Wetter und Klima unmittelbar ausgesetzt und wir müssen unmittelbar darauf reagieren. Das heißt z.B. die Bearbeitung auf das Wetter abzustimmen und alles zu tun, dass der Regen nicht oberflächlich abfließt, sondern möglichst auf dem Land bleibt. Da gibt es ermutigende Projekte – sei es ein Weinbaubetrieb in Portugal, der mit Permakultur arbeitet oder auch Projekte zur nachhaltigen Landwirtschaft in der Sahelzone. Es geht nicht um Ernterekorde, sondern um nachhaltige Landwirtschaft, die kleinräumiger und extensiver sein wird. Kritiker bezweifeln, dass diese Form der Landwirtschaft die Weltbevölkerung ernähren kann. Auf der anderen Seite bedroht eine zu intensive Landwirtschaft langfristig die Grundlagen der Bodenfruchtbarkeit.

Von der großen Welt noch ein paar Worte zu meiner kleinen hier in Dossenheim am Ölberg.

Mit Ach und Krach bin ich gerade noch mit dem Anbinden fertig geworden. Die Knospen schwellen an und an den frühen Sorten öffnen sie sich schon. Sie sind dann sehr empfindlich und brechen bei der leichtesten Berührung ab.

Die ersten Weißweine und der Rosé sind abgefüllt und demnächst auch lieferbar. Auch mein Weinlager ist gut gefüllt und ich freue mich über Bestellungen, die jetzt auch über einen Internetshop (https://shop.13reben.de) möglich sind. Selbstverständlich liefere ich auch. Eine aktuelle Weinliste ist wieder in der Anlage.

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