Lese 2019

Der Wein ist in den Fässern. Die Qualität ist gut, allerdings hat sich die Menge gegenüber dem „Super“-Jahr 2018 wieder auf den Durchschnitt der letzten Jahre eingependelt. Mit Ausnahme des Chardonnays – hier ist die Ernte deutlich niedriger. Die Keller sind jedoch noch gut gefüllt und so hoffe ich bis zur nächsten Ernte genügend Wein für meine Kunden zu haben.

Dieses Jahr werde ich wieder gut 1.000 Flaschen Wein produzieren – das sind Tropfen im Vergleich zu den Mengen in den Supermärkten und Weinkellereien. Es ist mein „ONE MOMENT IN TIME“.

Die Ernte bei bestem Wetter war schön, anstrengend und aufreibend. 18 Helfer mit bis zu drei Einsätzen waren dabei. Zum ersten Mal hatte ich einen Anhänger, der den Transport enorm erleichterte und vereinfachte.

Das Weinjahr stand wieder im Zeichen des Klimawandels. Der heißeste Juni seit Wetteraufzeichnungen mit zeitweise großer Dürre. Winzer und Bauern müssen sich und ihre Strategien ständig neu ausrichten. Alte Regeln gelten nicht mehr. Ökologischer Weinbau hilft die Böden gesund zu halten und Artenvielfalt ist ein Schlüssel zur Stabilität und damit zur Nachhaltigkeit. Das gilt es zu erklären und zu beweisen.

Es wird dieses Jahr einen Rosé geben und vielleicht baue ich den diesjährigen Riesling halbtrocken aus. So erweitere ich meine Angebotspalette. Die neuen Weine wird es ab April 2020 geben – bis dahin gibt es meine bekannten und gelobten Weine.